Trauerbewältigung im Film-Workshop
Kinder, die ein oder beide Elternteile verloren haben, können sich anmelden
Trauerbewältigung mal ganz anders: Ein Kurzfilmprojekt soll Jugendlichen zwischen 12 und 18, die ein oder beide Elternteile verloren haben, neue Perspektiven eröffnen. In viertägigen Workshops erstellen sie unter Anleitung von Profis aus der Filmbranche ihre eigenen Kurzfilme.
"Durch das Projekt geben wir den Teilnehmern Selbstvertrauen. Denn oft ist es bei den Jugendlichen so, dass sie nach dem Tod eines Elternteils eine große Verantwortung innerhalb der Familie übernehmen. Durch den kreativen Ansatz schaffen wir es, dass sie wieder einen Bezug zu sich selbst aufbauen. Wir lassen sie wieder ein Stück weit Kind sein", erklärt Martina Münch-Nicolaidis, die das Projekt ins Leben gerufen hat.
Außer in München, Hamburg und Berlin findet auch in Köln ein Workshop statt. Regisseur Sven Unterwaldt und Schauspieler und Moderator Oliver Petszokat werden den Jugendlichen hier am 8. und 9. sowie am 15. und 16. Mai zur Seite stehen. Alle Filme werden Ende Oktober auf einem Kurzfilmfestival in München gezeigt; eine prominente Jury prämiert dort die besten drei Beiträge.
Für Münch-Nicolaidis sollen bei diesem Projekt der Spaß an der Sache und die Freude an eigenen Ideen im Vordergrund stehen. Außerdem hätten Jugendliche in einem solchen Workshop die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen: Dieser Kontakt habe sich nach ihrer Erfahrung als sehr wohltuend und hilfreich erwiesen.
(aha)


